Die European Jazz Conference in Köln
"Who We Are, What We Stand For": Unter diesem Motto wird Köln zum Zentrum der europäischen Jazzwelt – mit internationalen Impulsen, wegweisenden Debatten und öffentlichen Showcases mit herausragenden Acts.
Vom 24. bis 27. September 2026 wird Köln zum Treffpunkt der europäischen Jazz- und Improvisationsszene: Erstmals findet die European Jazz Conference in Deutschland statt. Zu ihrer zwölften Ausgabe bringt sie Vertreter:innen von mehr als 200 Mitgliedsorganisationen des Europe Jazz Network aus 38 Ländern sowie zahlreiche weitere internationale Musik- und Kulturschaffende zusammen. Ausgerichtet wird die Konferenz vom Europe Jazz Network gemeinsam mit Stadtgarten Köln, Cologne Jazzweek und Monheim Triennale.
Unter dem Titel "Who We Are, What We Stand For" widmet sich die Konferenz zentralen Fragen zur Gegenwart und Zukunft der Branche. Welche Rolle können Jazz und improvisierte Musik in einer von politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbrüchen geprägten Zeit übernehmen? Wie lassen sich künstlerische Freiheit, kulturelle Vielfalt und demokratische Teilhabe stärken? Und welche Strategien braucht es, damit Künstler:innen, Festivals, Spielstätten und Veranstalter:innen auch unter zunehmend schwierigen Bedingungen nachhaltig arbeiten können?
Das vielseitige Programm verbindet Keynotes, Podiumsgespräche, interaktive Diskussionsformate, Workshops und Netzwerktreffen. Inhaltlich geht es unter anderem um faire Arbeitsbedingungen, Diversität, mentale Gesundheit und Wohlbefinden, digitale Technologien, alte und neue Medien, künstlerische Freiheit in der Programmgestaltung sowie nachhaltige Organisationsmodelle. Zu den Höhepunkten zählen eine Keynote des Pianisten und Komponisten Alexander Hawkins, ein Gespräch mit der Jazzlegende Dee Dee Bridgewater sowie die Verleihung der EJN Awards 2026 und die Präsentation des ersten Ukrainian Jazz Prize.
Zur Eröffnung am Donnerstag lädt auch die Stadt Köln zum Empfang ein. Damit unterstreicht die Stadt die besondere Bedeutung der European Jazz Conference für Köln und würdigt zugleich dessen Rolle als international vernetzter Standort für Jazz, improvisierte und zeitgenössische Musik.
Ein Herzstück der Konferenz sind die zum Teil öffentlichen Showcases. An drei Abenden präsentieren ausgewählte Projekte die künstlerische Vielfalt und Innovationskraft der aktuellen deutschen Jazzszene. Zu erleben sind Florian Herzog's Almost Natural, Sera Kalo's eX.II, MALSTROM, Olga Reznichenko Trio, CHEEL, Zola Mennenöh's A LABOUR OF LOVE, Holly Schlott's Unique, Rabih Lahoud's MASAA, Sheen Trio, NEON DILEMMA, Evi Filippou's InEvitable, GANNA und BIG BREEEZY's MUMBLE MAFIA. Hinzu kommt ein Auftritt von Hyphen Dash, den Grand-Prix-Gewinnern des Ukrainian Jazz Prize.
Die Konzerte finden unter anderem im Stadtgarten, im JAKI, im LOFT und im Sartory Saal statt. Die öffentlich zugänglichen Showcases bieten dem Kölner Publikum die besondere Gelegenheit, innerhalb weniger Tage zahlreiche herausragende Positionen des zeitgenössischen Jazz zu entdecken. Informationen zu den einzelnen Künstler:innen und Tickets finden Sie hier.
Für vier Tage wird Köln damit zum Zentrum der europäischen Jazzwelt und zu einem Ort des Austauschs, der Begegnung und neuer musikalischer Perspektiven.