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Patricia Brennan Septet
Foto: Patricia Brennan Septett © Frank Heath

Stadtgarten

Patricia Brennan Septet

Patricia Brennan (vibraphone) Jon Irabagon (alto and sopranino saxophone) Mark Shim (tenor saxophone) Adam O'Farrill (trumpet) Kim Cass (bass) Dan Weiss (drums) Yusnier Sanchez (percussion)

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Das Patricia Brennan Septet ist ein elektrisierendes Ensemble, das einige der kreativsten umnd dynamischsten Improvisator:innen der Gegenwart zusammenbringt, um mutig neue klangliche Welten zu beschreiten. Unter der Leitung der Vibraphonistin, Marimbistin und Komponistin Patricia Brennan besteht die Gruppe aus Kim Cass am Bass, Dan Weiss am Schlagzeug und Yusnier Sanchez an den Percussions, ergänzt durch drei Bläser: Adam O’Farrill an Trompete und Elektronik, Jon Irabagon am Alt- und Sopraninosaxophon sowie Mark Shim am Tenorsaxophon.
Diese kraftvolle Besetzung verschmilzt Afro-karibische Grooves, zeitgenössische klassische Klangtexturen und avantgardistische Improvisation, gefiltert durch Brennans unverwechselbare rhythmische und harmonische Sichtweise. Auf ihrem 2024 erschienenen Album „Breaking Stretch“ (Pyroclastic Records) erschafft das Septett eine Welt, in der lebhafte Bläser Lines, wechselnde Taktarten und elektronische Atmosphären aufeinanderprallen – und so Musik entsteht, die ebenso intellektuell wie emotional direkt ist. Mit Darbietungen, die zwischen tiefem Groove, offener Improvisation und komplexen Kompositionen wechseln, ist das Patricia Brennan Septet ein mutiger Schritt vorwärts in der Entwicklung genreübergreifender Ensemblemusik. „Breaking Stretch“ wurde vielfach gelobt und schaffte es auf zahlreiche Listen der besten Jazzalben des Jahres 2024, darunter die „10 Best Albums of 2024“ der New York Times und die „50 Best Albums of 2024“ von NPR (über alle Musikgenres hinweg).

„Auf dem Album Breaking Stretch waren einige meiner Lieblingsbands aus meiner Jugend stark rhythmisch geprägt – von Salsa-Ensembles wie den Fania All-Stars und Danzoneras (Acerina y su Danzonera) bis hin zu Bläser-Rockgruppen der 70er Jahre (Earth Wind & Fire, Blood, Sweat & Tears und Chicago). In diesen Bands war jeder Musiker ein integraler Bestandteil der rhythmischen Identität der Band – und jeder hatte sowohl die Möglichkeit als auch die Verantwortung, eine rhythmische Kraft innerhalb der Musik zu sein. ‚Breaking Stretch‘ baut auf dem perkussiven und rhythmischen Stil meines More Touch-Quartetts auf. Zu diesem Quartett (mit Kim Cass, Marcus Gilmore und Mauricio Herrera) gesellen sich nun drei Bläser mit einzigartigen rhythmischen Fähigkeiten: Adam O’Farrill an der Trompete, Jon Irabagon am Alt- und Sopraninosaxophon sowie Mark Shim am Tenorsaxophon. Auf diesem Album versuche ich, Tiefe zu schaffen, indem ich Dichte und sich verschiebende rhythmische Ebenen auslote und orchestrale Techniken einsetze, die so etwas wie Weite erzeugen: im Wesentlichen Tiefe durch Weite, Weite durch Tiefe. So nutze ich beispielsweise extreme Tonumfänge und fordere die Bläser auf, in meinen Kompositionen und ihren Improvisationen die äußeren Grenzen ihres Klangspektrums auszuloten. Dabei erzeugt eine gewisse harmonische Resonanz die Illusion eines Klangs, der größer ist als der von sieben Musikern. Ich versuche, klangliche Grenzen bis an den Wendepunkt zu verschieben – ohne ihn zu überschreiten –, während ich der innewohnenden Natur der Musik treu bleibe. Mich interessiert das Wesentliche, nicht der Effekt. Diese Platte setzt meine Reise der inneren Suche und Erforschung fort. Der Titel „Breaking Stretch“ bringt diese Inspiration auf den Punkt. Das Wort „breaking“ bezieht sich darauf, die klanglichen und technischen Grenzen jedes Instruments bis an einen Bruchpunkt zu verschieben, jenseits der üblichen Erwartungen an die Rolle der Instrumente innerhalb des Ensembles. Unter anderem ist „Stretch“ in der Mathematik eine Funktion, die eine Kurve schmaler oder breiter macht. Durch verschiedene Methoden der Ausdehnung und Kontraktion versuche ich, die Musik meilenweit und gleichzeitig minentief zu gestalten. Die generative, auslösende Spannung in der Musik vereint Gegensätze: Weite und Tiefe, Bruch und Flexibilität, Zerreißen und Dehnen.“ – Patricia Brennan

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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Weitere Termine im Stadtgarten: