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Bill Stewart ft. Walter Smith III and Larry Grenadier
Foto: Bill Stewart, Walter Smith III, Larry Grenadier © Artist

Stadtgarten

Bill Stewart ft. Walter Smith III and Larry Grenadier

Bill Stewart (drums) Walter Smith III (tenor saxophone) Larry Grenadier (bass)

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Das Bill Stewart Trio mit Larry Grenadier und Walter Smith III zählt zu den spannendsten Formationen der heutigen Jazz- und Improvisationsszene. In den vergangenen Jahren gastierte das Trio zweimal jeweils eine Woche im legendären New Yorker Village Vanguard und nahm dort das Album Band Menu auf. Stewart und Grenadier verbindet eine lange gemeinsame Geschichte als Sidemen u. a. bei Pat Metheny und John Scofield. Stewart lernte Walter Smith III erstmals bei einer Aufnahme von Danny Grissett kennen und war sofort von dessen individuellem Sound überzeugt.

Der Schlagzeuger und Komponist Bill Stewart gehört seit über 30 Jahren zu den gefragtesten Musikern der Szene. Die New York Times schrieb: „Seine wahre Spezialität ist es, eine gute Band auf unerklärliche Weise noch besser klingen zu lassen.“ Er arbeitete u. a. mit John Scofield, Pat Metheny, Maceo Parker und leitet seit Jahrzehnten ein Trio mit Larry Goldings und Peter Bernstein. Seine Blue-Note-Alben Snide Remarks (1995, NYT Top Ten des Jahres) und Telepathy (1997) sowie weitere Trio- und Quartettveröffentlichungen prägten seinen Ruf. Band Menu markiert bewusst eine Abkehr von klangreichen Keyboard-Formationen hin zu einem offenen, melodischen Trio ohne Akkordinstrumente.

Larry Grenadier, von der New York Times als „zutiefst intuitiv“ und vom Bass Player Magazine für seinen „fließenden Sinn für Melodie“ gelobt, arbeitete u. a. mit Joe Henderson, Stan Getz, Brad Mehldau, Paul Motian und Pat Metheny. Er ist Mitbegründer des kooperativen Trios Fly sowie des Quartetts Hudson und veröffentlichte 2019 das gefeierte Soloalbum The Gleaners (ECM).

Walter Smith III ist ein vielfach ausgezeichneter Saxophonist, Komponist und Pädagoge. Sein fünftes Album als Leader, Twio (2018), erschien mit seinem langjährigen Trio und Gästen wie Christian McBride und Joshua Redman. Er spielte und tourte u. a. mit Roy Haynes, Terence Blanchard, Eric Harland, Jason Moran, Ambrose Akinmusire, Christian McBride, Christian Scott und Sean Jones. Der aus Houston stammende Musiker lebt in Boston und ist Vorsitzender der Holzbläserabteilung am Berklee College of Music. Über ihn sagte Jimmy Heath: „Walter Smith ist ein perfektes Beispiel dafür, mit einem Fuß in der Vergangenheit und mit dem anderen in der Zukunft zu stehen.“

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Spielstätte:

Stadtgarten

Mit dem ersten Konzert im neu erbauten Konzertsaal des Stadtgartens begann Mitte der 1980er-Jahre ein Programm, das es in Deutschland bis dahin nicht gab: ein unabhängiges, inhaltlich ausgerichtetes Konzertprogramm für aktuelle improvisierte Musik. Es orientierte sich weder an Zuschauer:innenzahlen noch an öffentlichen Subventionen, garantierte den Musiker:innen aber Mindestgagen und wurde professionell geführt. Ebenso wichtig waren die Rahmenbedingungen: ein akustisch optimal gestalteter, ebenerdig zugänglicher Konzertraum mit guten Voraussetzungen für Publikum und Künstler:innen. Finanziert wurde der Betrieb über die angeschlossene Gastronomie, Stadtgarten-Restaurant und Biergarten, ein Modell, das weit über Deutschland hinaus Aufmerksamkeit fand.

Heute zählt der Stadtgarten Köln zu den international anerkannten europäischen Spielstätten für aktuelle und improvisierte Musik. Das amerikanische Magazin Down Beat führt ihn regelmäßig in seinen Übersichten; mehrfach wurde er mit dem Spielstättenprogrammpreis des Bundes APPLAUS ausgezeichnet, unter anderem 2016 als „Spielstätte des Jahres". 2022 folgte der Deutsche Jazzpreis in derselben Kategorie. Über 400 Veranstaltungen aus allen Bereichen des aktuellen Musiklebens finden dort jährlich statt. Das internationale Renommee beruht vor allem auf dem hohen Anteil anspruchsvoller, experimenteller Programme.

Ein Programmauftrag dieser Art ist auf verlässliche öffentliche Unterstützung angewiesen. Zum 30. Geburtstag im September 2016 eröffnete sich diese Perspektive: In Kooperation zwischen der Stadt Köln und dem Land NRW wird die Programmarbeit deutlich verbessert, und der Stadtgarten Köln wird ab 2017 sukzessive zu einem „Europäischen Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik" ausgebaut – mit dem Ziel, zu einem der führenden Musikzentren Europas zu werden.

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